Kritiken


Fakt ist! in Pforzheim


Annette Mayer: Beim Apfelstrudel geht ihr der poetische Gaul durch

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Pforzheim. Dass sie gern Theater spielt, entdeckt Annette Mayer an der Pforzheimer Waldorfschule. Dann studiert sie Schauspiel in Hamburg, hat Engagements am Rheinischen Landestheater in Neuss, an den Hamburger Kammerspielen und am Thalia Theater. 
Auch in verschiedenen Musicals wirkt sie mit und steht in zahlreichen Fernsehrollen — unter anderem im „Tatort“ — vor der Kamera. Jetzt hat sich das Publikum im Kulturhaus Osterfeld von weiteren Leidenschaft der Schauspielerin und Sängerin verzaubern lassen: dem Chanson und dem Musik-Kabarett. Diese Begeisterung teilt sie in ihrem neuen Programm „Fakt ist!!!“ mit ihrer wunderbaren Band „Die Stadtnomaden“ auf kogeniale Weise. 
In ihren Songs geht es immer um die Liebe. Und hierbei müssen nicht immer Männer involviert sein. Manchmal tut es auch das Handy, dass man „immer streicheln kann wie eine kuschelige Katze“. Oder die Liebe äußert sich in einer wilden Einkaufsgier — natürlich nach Schuhen. 
Die Sängerin Annette Mayer verfügt über eine fantastische Chanson-Stimme. Dunkel und melancholisch, hart und zart, rau und weich. Ganz nach Bedarf. Und sie singt nicht nur. Immer wieder kommt die Schauspielerin in ihr zum Vorschein. Diese ganz eigene Melange zwischen Spiel und Gesang hat Mayer perfekt kombiniert. Und sie hat mit Markus Herzer (Keyboard), Michael Heise (Bass. Gitarre) und Frank Behle (Percussion) eine hervorragende Band hinter sich. Sehr virtuos und musikalisch vielfältig bringen die „Stadtnomaden“ die Texte von Annette Mayer zum Klingen: südamerikanische Rhythmen, Blues, sogar Rap, aber auch schwebende, sehr ruhige, elegische Sounds. 
Mayers Texte sind eigenwillig, verspielt und entwickeln oft eine sehr feine Poesie, wenn sie zum Beispiel über die Zeit singt, die unterwegs, aber nicht in Eile ist. Von den Männern, die ein Griff ins Klo waren, den Apfelstrudel der Gefühle oder „wenn der Himmel weit wird und die Zeit zerfließt wie Käse“. Ihre Musiker werden in die Performance mit einbezogen, ebenso das Publikum. „Annette, nicht so schwülstig“, rufen die Musiker, wenn mit der Sängerin einmal der „poetische Gaul“ durchgeht. Mayers Chanson-Programm ist charmant, turbulent und pointiert. Ihr und den „Stadtnomaden“ zuzuschauen macht einfach nur Spaß.

Autor: Rainer Würth


„Scheinwelten hieß das neue Programm der jungen Stuttgarter Kabarettistin Annette Mayer, in dem sie mit Songs von Sondheim bis Webber, Knef, Benatzky vor allem die Macht der Geldscheine und das ständige Gieren nach „Mehr“ glossierte. Wie bei Kabarettisten erforderlich – und das noch mehr als bei Schauspielern und Sängern – hat sie für sich einen eigenen Vortragsstil entwickelt, der jugendfrisch und lebensfroh mit kecken und kessen Zutaten gewürzt, dem Zuhörer manch Nachdenkenswertes serviert.“
Illertissen


„Ein Abend – beeindruckend, brilliant und mit Pep, wie man ihn von Annette Mayer gewohnt ist.“
Hamburger Abendblatt


„In jeder Sekunde ihres Programms bestach die Künstlerin durch ihre gezielte und immer bewusst dosierte Mimik und Gestik.“
Neuß Gevenbroicher Zeitung


„Annette Mayer – ein Ereignis“
Hamburger Abendblatt


„Sie lieferte mit Scheinwelten erneut erstklassige Unterhaltung mit kess gewürzten Zutaten.“
Wangen


„Mit ihrem ausgewogenen Programm, das zwischen Ernst, überflügelnder Heiterkeit und Spott schwankte, sowie mit einer großen Option an Herzlichkeit gelang es der Sängerin sofort zum Publikum durchzudringen – so hatte sie Lacher und die Sympathie der Zuhörer auf Ihrer Seite.“
Böblinger Zeitung


„Wenn es um Leidenschaft geht, fällt Annette Mayer mit der Tür ins Haus. Sie ist ein Energiebündel, eine Quasselstrippe mit losem Mundwerk, burschikosem Charme und einer großen Singstimme. Mit feurigem Tempo, heller Aufregung und boshaftem Züngeln ist die Schauspielerin und Entertainerin in der großen Chanson-Arena in ihrem Element.“
(FAZ)


„Ein explosiver musikalischer Cocktail voll hemmungsloser Leidenschaft: Trefflicher läßt sich das Konzert der Entertainerin Annette Mayer nicht charakterisieren. Einem Kometen gleich, dessen Schweif die Umgebung in gleißendes Licht taucht, traf sie die Zuhörer mit ihren komischen und frivolen Liedern ins Mark.“
(Nordwest-Zeitung)


„Was man heute nur noch als Legende kennt oder mit viel Glück wie ein Zitat aus fernen Zeiten erlebt, macht Annette Mayer lebendig: Die Grimasse einer Kanaille taucht plötzlich vor einem auf, dann das überlegene Lächeln einer, die weiß, worum's im Leben und bei den Männern geht.“ (Frankfurter Rundschau)


„Was das Publikum „von einer Chansonnette zu erwarten“ hat, das zeigte Annette Mayer: eine Entertainerin, die durch und durch alle Register ihres Könnens ziehen kann. Gut so, wir wollen sie ja wiedersehen – diese Chansonnette, die alle Erwartung weit übertroffen hat.“
(Süddeutsche Zeitung)


„Ihr Gesangsstil setzt dem Ganzen noch eins drauf: Alles, was die Unterhaltungsmusik jemals an emotionalen Ausrufezeichen erfunden hat – vom Kiekser über das Tremolo bis zum süßen Schmelz – wirbelt sie zu immer neuen Lacheffekten zusammen. Die Vokalkomik allein ist schon witzig genug; nimmt man Annette Mayers schauspielerische Einfälle hinzu, wird daraus ein rundes Vergnügen.“
(Hamburger Abendblatt)